Männer vier Tage unterwegs auf dem JakobswegVier schweißtreibende Tage sollten es werden in einer angenehmen Gemeinschaft: 15 Männer begaben sich auf eine Teilstrecke des Jakobswegs und wanderten von Trier über Tawern, Fisch, Merzkirchen nach Perl an der Mosel, Nachbar des bekannten Ortes Schengen auf Luxemburgischer Seite. Ein lohnenswerter Abstecher nach Saarburg, eine beeindruckende Kleinstadt an der Saar, war eingeplant. Rainer Mäker, DJK-Sportverband, und Axel Ochsenreither, Männerseelsorge, begleiteten die Gruppe auf dieser spirituellen Wanderung. Diesmal ging es wieder täglich vom Quartier in Trier aus mit dem Bus zu den Start- und Zielpunkten.

Am Donnerstag startete die Gruppe um 9:00 Uhr in Trier am Grab des Apostel St. Matthias sowie der ersten Bischöfe Triers in der Benediktinerabtei St. Matthias. Bekannte und neue Gesichter waren dabei – schnell war man in der Gruppe bekannt und auch vertraut. Einer Vorstellungsrunde folgte ein Segensgebet für den Tag und die Männer setzten sich in Bewegung. Jeder hatte seinen Tagesrucksack auf dem Rücken und das notwendige Outfit für eine mehrtägige Wanderung dabei. An der Mosel entlang pilgerten die Herren über Konz nach Tawern. Das plätschernde Wasser am Wegrand ließ die Hitze nicht so groß erscheinen. Allerdings gab der zum Großteil asphaltierte Weg an diesem ersten Tag seine Hitze gern nach oben ab.

Angereichert mit Geschichten und Aphorismen, Gebeten und natürlich Pausen erreichte die Gruppe am späten Nachmittag Tawern. In der Kirche St. Peter und Paul, kurz bevor der Bus für die Fahrt ins Domizil bei den Barmherzigen Brüdern in Trier bestiegen wurde, wurde Gott gepriesen und gedankt für den ersten gemeinsamen Pilgertag.

Am zweiten Tag startete die Gruppe wieder in Tawern. Nach dem ersten Anstieg ging es vorbei an der römischen Tempelanlage über Kümmern nach Fisch zur Mittagsrast an der historischen hübschen Rehlinger Kapelle St. Jakobus. Es handelt sich um ein Kleinod als Rest eines von der Pest dahingerafften Dorfes mit einer einladenden Hütte für die Rast. Dem schloss sich der Abstecher nach Saarburg mit seinem wunderschönen Stadtkern mit dem Wasserfall in der Fußgängerzone und dem Schloss an.

Am Samstag folgte die dritte, längste und heißeste Etappe von Merzkirchen nach Perl. Den ganzen Tag fast nur über freies Feld zu laufen bei hohen Temperaturen forderte viele heraus, sodass auch körperlich persönliche Grenzen spürbar wurden. Die herrliche Sicht ins Moseltal und bis nach Luxemburg Stadt entschädigten zum Teil für die Strapazen. Der erste Ort, der am Nachmittag erreicht wurde, war das Dörflein Borg. Zuflucht wurde gesucht im Schatten, Wasservorräte auf dem Friedhof ergänzt. Alle waren froh und glücklich, als endlich das Ziel erreicht war und der Bus bereit stand für die Heimfahrt in die Unterkunft. Ein gemütlicher letzter gemeinsamer Abend wurde in der Gruppe verbracht; Sonntag stand Trier auf dem Programm mit seinen Attraktionen.

Und Sonntag regnete es, es wurde kühler. Das führte zu einem verkürzten Programm. Dem Gottesdienst in der Benediktinerabtei St. Matthias folgte eine Abschiedsrunde. Alle Männer waren sich einig, dass es ein schöner Pilgerweg war, der zwar vor allem wegen der Temperaturen anstrengend, aber abwechslungsreich war und neue Perspektiven für jeden einzelnen eröffnete. Schweigend absolvierte Strecken oder die Gespräche miteinander wurden als angenehm empfunden. Den Begleitern Rainer Mäker und Axel Ochsenreither wurde gedankt für ihre Impulse und Gedanken, Geschichten und Anregungen, Gespräche auf dem Weg und die Organisation. Es waren wieder vier beeindruckende Tage in einer tollen Gemeinschaft!