ViErfolgreiche Landesmeisterschaften für die Leichtathleten der  DJK-SG St. Ingberter Podiumsplätze und ein Landesmeistertitel, so lautet die Ausbeute der St. Ingberter Athleten bei den diesjährigen Saarlandmeisterschaften. Sie trotzten damit den Widrigkeiten einer schwierigen Corona-Saison.

Trotz einer aufgrund der Corona-Pandemie schwierigen Wettkampfsaison, welche durch zahlreiche Auflagen, erschwerte Trainingsbedingungen und einen kurzen Wettkampfkalender geprägt war, schlugen sich die Leichtathleten der DJK-SG St. Ingbert wie gewohnt wacker und konnten bei den diesjährigen Landesmeisterschaften bestmögliche Resultate erzielen.

Hierbei zeigten nicht nur die erfahrenen St. Ingberter „Oldies“, dass nach wie vor mit ihnen zu rechnen ist. Erfreulicherweise machten auch einige Nachwuchsathletinnen auf sich aufmerksam und zeigten eindrucksvoll, dass die Jugendarbeit in der DJK Früchte trägt.

Den Anfang machten die beiden 15-jährigen St. Ingberterinnen Annika Weirich und Ronja Wirtz. Die Trainingspartnerinnen stiegen bereits beim ersten Teil der dreigeteilten Landesmeisterschaften am 30.08. im Rehlinger Bungertstadion an. Bei ihrem späten Saisoneinstand versuchten sie sich ausschließlich in den Wurfdisziplinen.

Gleich in ihrem ersten Wettbewerb nach der Corona-Pandemie zeigten sie überraschend gute Leistungen im Hammerwurf der Altersklasse W 15 und belohnten sich mit gleich zwei Podiumsplätzen. Ronja war aus St. Ingberter Sicht sicherlich die größte Überraschung mit ihren 26,28 Metern, was ihr den Vize-Saarlandmeistertitel einbrachte. Aber auch Annika belegte knapp dahinter mit geworfenen 23,57 Metern einen starken 3. Platz. Im anschließenden Kugelstoßwettbewerb dieser Altersklasse stellten beide ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Hier drehte Annika vereinsintern den Spieß um behielt mit 6,84 Metern die Oberhand gegenüber ihrer Freundin Ronja, die am Ende 6,34 Metern verbuchen konnte.

Für beide Nachwuchsathletinnen ist hier sicherlich noch „Luft nach oben“, wie Allround-Trainer Manfred Kohler resümieren würde. Für den Abteilungsleiter, Betreuer und Motivator, der nach jedem Wettkampf seiner Athleten bereits das nächste Ziel vor Augen hat, ist es nichts Ungewöhnliches, dass seine Schützlinge in mehreren Disziplinen an den Start gehen. Dies zeigt sich bereits in der Trainingsgestaltung, die ein breites Spektrum abdeckt. All seine Athleten werden hier von kleinauf auf „maximale Vielseitigkeit“ getrimmt, und so ist es keine Seltenheit, dass die Werfer beim Lauftraining dabei sind, genau wie die Sprinter sich in den Wurfdisziplinen versuchen. Dem „Altmeister“ aus St. Ingbert – wie er gerne von seinen Schützlingen genannt wird – geht es vor allem darum, dass seine Sportler Abwechslung erfahren und nicht in einen stupiden Trainingsalltag verfallen. Dabei  steht selbstverständlich allem voran der Spaß im Vordergrund.

Spaß bei den diesjährigen Meisterschaften hatten scheinbar auch die „älteren“ St. Ingberter Athleten. So stiegen am vergangenen Wochenende (20.09.) beim dritten Teil der Landesmeisterschaften die Sprinter Marcus Müller und Lars Herrmann in die Wettkampfserie ein. Hier konnten beide Athleten ihre langjährige Wettkampferfahrung ausspielen und nicht nur starke Leistungen erzielen, sondern auch eine persönliche Bestleistung und einen Titel mit nach St. Ingbert nehmen. Im Leichtathletik-Stadion Breitwies, wo die DJK Köllerbach – eine Startgemeinschaft der St. Ingberter DJK – zuhause ist, bestritten die beiden Sprinter zunächst den Vorlauf über die 100 Meter der Männer. Bei optimalen Witterungsbedingungen und Windunterstützung lief Marcus mit 11,71 Sekunden ganz nah an seinen persönlichen Bestwert aus dem Jahr 2018 (11,68 Sek.) heran, was Hoffnung auf eine neue „personal Best“ (kurz PB) machte. Gesagt, … getan! Im anschließenden Finale erwischte Marcus einen perfekten Start, kam gut in den Lauf und konnte mit der nötigen Lockerheit in 11,52 Sek. nicht nur den 6. Platz belegen, sondern seine PB um fast zwei Zehntel verbessern. Ein Meilenstein in dieser Disziplin!

Lars hingegen verzichtete nach der drittschnellsten Vorlaufzeit (11,24 Sek.) auf das Finale, um für die noch anstehenden 400 Meter „Körner“ zu sparen, wo er sich Chancen auf den Titel ausrechnete. Wie sich herausstellte, genau die richtige Entscheidung! Von Beginn an das Feld anführend konnte sich der St. Ingberter Titelverteidiger in dieser Disziplin die letzten Energiereserven für die Zielgerade aufsparen und das Rennen souverän nach Hause laufen. Mit 50,90 Sek. bedeutete dies nicht nur die Titelverteidigung bei den diesjährigen Titelkämpfen, Lars konnte auch seine zweitbeste je gelaufene Zeit auf die Bahn bringen. Mit zwei 100-Meter-Läufen in den Beinen schlug sich Marcus auch hier tapfer und biss sich auf den letzten Metern in 53,93 Sek. auf Rang 3 nach vorne. Nochmal zwei Podiumsplätze für die Leichtathleten der DJK-SG St. Ingbert! Somit war es nicht nur ein gelungener Tag für die Sportler, sondern auch eine Bestätigung für Meistertrainer Kohler, dass sein Training optimal auf den Saisonhöhepunkt ausgerichtet war.

Mit starken Leistungen und tollen Platzierungen beenden die St. Ingberter Leichtathleten damit die außergewöhnliche Wettkampfsaison 2020 und können in Kürze voll motiviert und mit einem guten Gefühl in die Vorbereitungen für das Olympia-Jahr 2021 starten ?

 

 

Motivierte Sportler, aber auch Anfänger können sich dem gerne anschließen und sind auf dem Wallerfeld St. Ingbert (Heinrich-Laur-Straße, 66386 St. Ingbert) jederzeit herzlich willkommen.

Trainingszeiten sind derzeit bei geeignetem Wetter Montag bis Donnerstag zwischen 16:30 und 19:00 Uhr.

 

(Bericht: Lars Herrmann,  Leichtathlet der DJK-SG St. Ingbert, Mitglied des Jugendausschusses)