Stellungnahme gegen AntisemitismusIm Zusammenhang mit den Protesten zur Gewalt in Palästina kam es leider auch bei uns in Deutschland zu zahlreichen antisemitischen Entgleisungen. Besonders betroffen macht uns als christlicher Sportverband, wenn Kinder und Jugendliche der Makkabi-Vereine Angst haben, in der Öffentlichkeit ihre Vereinskleidung zu tragen.

Ausgerechnet im Jubliäumsjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ müssen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger zunehmend in Angst und Sorge in unserem Land leben. Ein Zustand, der für uns alle nicht einfach hinnehmbar sein sollte.

Gemeinsam positionieren sich alle Erwachsenenverbände im Bistum Speyer entschieden gegen Antisemitismus. In der Stellungnahme heißt es u.a.:

Allen, die in Deutschland leben, ist es unbenommen, zu solchen Ereignissen ihre politische Meinung zu äußern und auch für eine Seite Partei zu ergreifen. Denn unbestritten gehören Demonstrationsrecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Aber keineswegs ist damit das Recht verbunden, gegen andere Menschen zu hetzen, sie zu bedrohen und zur Gewalt gegen sie aufzurufen. Mit Sorge müssen wir Unerträgliches beobachten: Denn Hasstiraden, Hetze, Verleumdungen, Anschläge auf jüdische Einrichtungen, Bedrohungen und Beleidigungen, ja Morddrohungen gegen Menschen jüdischen Glaubens haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Wird Antisemitismus wieder salonfähig? Unsere Lebenswelt gerät gehörig ins Wanken und damit auch der über Jahrzehnte erarbeitete Wertekonsens. Deshalb müssen wir Flagge zeigen und für unsere Werte und Tugenden eintreten. Das hohe Gut der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit darf nicht missbraucht werden.

Die Stellungnahme im Wortlaut

Link zur Initiative ZUSAMMEN1 – unterstützt vom Bundesfamilienministerium und DFB.